Es ist noch nicht allzu lange her, dass der Gedanke daran, die Heizung zu Hause per App aus dem Auto heraus zu steuern, futuristisch klang. Gleichzeitig fiel es dem ein oder anderen damals vielleicht noch schwer, sich vorzustellen, dass sich die Beleuchtung in den eigenen vier Wänden an den Tageslichteinfall anpasst.
Parallel dazu schreitet die technische Entwicklung auch in den Bereichen voran, mit denen Verbraucher eher seltener in Berührung kommen. Ein klassisches Beispiel? Die industrielle Fertigung. Hier sorgt unter anderem der ein oder andere Roboterarm dafür, dass viele Arbeitsschritte ohne menschliches Zutun möglich sind.
Längst Realität: Roboter, die Fräsarbeiten übernehmen
Wer an Industrieroboter denkt, denkt oft an Schweißarbeiten, Montieren und allgemein an das Greifen von Gegenständen, die von A nach B gebracht werden müssen. Ein moderner Roboterarm kann jedoch für viele weitere Tätigkeiten genutzt werden, zum Beispiel für das Fräsen. Wenn besagter Roboterarm entsprechend programmiert wurde, ist er dann dazu in der Lage, Material gezielt abzutragen und die Werkstücke für den nächsten Produktionsschritt vorzubereiten.
Ein Detail, das in diesem Zusammenhang besonders interessant ist, ist die Beweglichkeit. Während klassische Werkzeugmaschinen meist mit festgelegten Achsen arbeiten, kann ein Roboterarm ein Werkzeug aus unterschiedlichen Richtungen an das zu bearbeitende Teil heranführen. Je nach Anlage kommen dann noch weitere Komponenten hinzu. So ist es unter anderem möglich,…:
- den Arbeitsbereich über Linearachsen zu vergrößern
- ein Werkzeug über Dreh-Schwenktische in verschiedene Positionen zu bringen.
Fest steht: Diejenigen, die sich ein wenig genauer mit den Vorteilen, die ein moderner Roboterarm mit sich bringt, auseinandersetzen, sehen schnell, dass es hier definitiv um mehr als um typische Fließbandarbeit geht.
Die vollkommen autonome Fabrik bleibt (vorerst) eine Vision
Dass die technischen Möglichkeiten immer weiter voranschreiten, bedeutet nicht, dass der Mensch im modernen Produktionsbereich überflüssig geworden wäre. Immerhin entscheidet auch ein moderner Roboterarm nicht selbst, welches Bauteil als nächstes hergestellt werden soll.
Am Ende müssen die betreffenden Anlagen immer noch eingerichtet, programmiert und überwacht werden. Zudem ist es wichtig, in Bezug auf Wartung und Instandhaltung keine Kompromisse einzugehen, und auch auf eventuelle Störungen schnell zu reagieren.
Daher ist davon auszugehen, dass die Automatisierung auch in Zukunft nicht dafür sorgen wird, dass keine Menschen mehr in den Fabriken arbeiten. Vielmehr verändert sich durch smarte Produktionskonzepte die Aufgabenverteilung, so dass sich die Beschäftigten mehr um die Planung, die Steuerung und die Kontrolle der einzelnen Bereiche kümmern können.
Welchen Einfluss hat KI auf die moderne Fertigung?
Die Möglichkeiten, die moderne KI-Lösungen bieten, hinterlassen schon jetzt Spuren. So können die entsprechenden Funktionen, gerade in Kombination mit modernen Sensorsystemen, dabei helfen, große Mengen an Prozessdaten auszuwerten und eventuelle Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Dabei ergeben sich auch in Bezug auf den bereits erwähnten Roboterarm neue Möglichkeiten. So sind Systeme denkbar, die sich noch flexibler auf unterschiedliche Werkstücke oder neue Bedingungen einstellen lassen. Dabei geht es nicht um „futuristische Science-Fiction-Vorstellungen“, die früher undenkbar gewesen wären, sondern vielmehr um mehr Sicherheit, mehr Präzision und mehr Effizienz.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie wichtig es ist, eine klare Grenze zwischen automatisierten Abläufen und eigenständig handelnden Maschinen zu ziehen. Am Ende ist es eben auch im Smart Home der Nutzer, der entscheidet, wie er Apps und Co. und um Heizung, Fensterlösungen und Ähnliches einrichtet. Irgendwie beruhigend.
