Als die ersten E-Zigaretten auf den Markt kamen, war die Skepsis unter den Nutzern groß. Elektrisches Rauchen klang irgendwie kompliziert und stressig. Heute steigen immer mehr ehemalige Raucher auf die Geräte um. Auch wenn es noch keine Langzeitstudien gibt, wird häufig von einer reduzierten Gefahr, der sogenannten Harm-Reduction, gesprochen. Aber wie steigt man eigentlich ein und welche Arten zu dampfen gibt es auf dem Markt? 

    Podsysteme sind bei Einsteigern gefragt 

    Besonders für Menschen, die den unkomplizierten Umstieg suchen, haben sich in den letzten Jahren sogenannte Podsysteme etabliert. Diese Geräte zeichnen sich durch eine extrem einfache Handhabung aus, da sie meist ohne Knöpfe oder komplexe Einstellungen auskommen. 

    Ein bekanntes Beispiel für die Leistungsfähigkeit moderner Varianten ist das Fumot 12000, das durch ein hohes Füllvolumen und eine lange Nutzungsdauer überzeugt. Bei solchen Systemen ist das Liquid bereits in kleinen Tanks oder auch Pods genannt, vorgefüllt. 

    Sobald der Tank leer ist, wird bei geschlossenen Systemen der gesamte Pod getauscht, während offene Systeme ein Nachfüllen erlauben. Die Zugautomatik sorgt dafür, dass das Gerät sofort beim Inhalieren aktiviert wird, was dem gewohnten Gefühl einer herkömmlichen Zigarette sehr nahekommt. 

    Da kein technisches Vorwissen nötig ist, stellen diese kompakten Geräte die ideale Brücke für den ersten Schritt weg vom Tabak dar.

    Klassische E-Zigaretten bestehen aus drei Komponenten 

    Wer mehr Kontrolle über sein Dampferlebnis möchte, greift zu klassischen E-Zigaretten mit modularem Aufbau. Diese Geräte bieten mehr Leistung und lassen sich individuell konfigurieren. In der Regel setzen sich diese Modelle aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

    • Akkuträger: Dies ist das Gehäuse, das die Steuerungselektronik enthält. Hier stellen Sie die gewünschte Wattzahl ein, um die Intensität des Dampfes zu regulieren.
    • Verdampfer: Der obere Teil des Geräts enthält den Tank für das Liquid und den Verdampferkopf (Coil). Im Inneren wird das Liquid durch eine Heizspirale erhitzt und in Dampf umgewandelt.
    • Akku: Die Energiequelle, die entweder fest verbaut ist oder als wechselbare Zelle in den Akkuträger eingesetzt wird. Leistungsstarke Akkus sorgen dafür, dass das Gerät auch bei intensiver Nutzung den ganzen Tag durchhält.

    Liquid besteht aus bekannten Inhaltsstoffen 

    Die beim Vapen verdampfte Flüssigkeit besteht aus einer überschaubaren Liste an Inhaltsstoffen, die auch in anderen Lebensbereichen Anwendung finden. Die Basis bildet meist Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG). 

    Propylenglykol dient als Geschmacksträger und ist beispielsweise auch in Zahnpasta, Hautcremes oder als Zusatzstoff in Lebensmitteln zugelassen. Glycerin hingegen sorgt für die Dichte des Dampfes und findet sich in Backwaren oder Kosmetikprodukten wieder. Hinzu kommen Aromastoffe, die den gewünschten Geschmack von Tabak bis zu fruchtigen Noten erzeugen. 

    Mit und ohne Nikotin möglich 

    Ein großer Vorteil beim Umstieg ist die volle Kontrolle über den Nikotingehalt. Während eine Tabakzigarette immer eine feste Menge liefert, können Dampfer ihr Liquid individuell wählen. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Nikotinsucht auch beim Vapen bestehen bleiben kann, sofern nikotinhaltige Produkte genutzt werden. Allerdings bietet das Dampfen die Chance, die Dosis schrittweise zu reduzieren. 

    Viele Umsteiger beginnen mit einer Stärke, die ihrem bisherigen Rauchverhalten entspricht, und senken diese über Monate hinweg ab, bis sie schließlich komplett nikotinfrei dampfen. So lässt sich das Ritual beibehalten, während die körperliche Abhängigkeit langsam ausgeschlichen wird.