Die vier wichtigsten Kaffeebohnensorten der Welt

Viele von uns bezeichnen sich als Kaffeekenner, aber wie viel wissen wir wirklich über Kaffee? Wussten Sie, dass es vier Haupttypen von Kaffeebohnen gibt? Jede dieser Bohnen hat ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften, und um wirklich zu verstehen, was eine Bohne von der anderen unterscheidet, muss man sich mit jedem der vier Typen intensiv beschäftigen – und sie sogar selbst probieren.
Arabica-Kaffeebohnen
Arabica-Bohnen sind die weltweit beliebtesten Kaffeebohnen. In vielen Ländern ist es sogar schwierig, im Supermarkt oder auf der Einkaufsstraße etwas anderes als Arabica zu finden. Die Bäume sind in der Regel klein und leicht zu ernten, meist weniger als zwei Meter hoch.
Arabica-Bäume sind stark von ihrer Umgebung und den benachbarten Bäumen beeinflusst. So kann es auf einigen Plantagen, auf denen viele Arabica-Pflanzen angebaut werden, vorkommen, dass eine Krankheit die gesamte Ernte zerstört.
Ebenso wird Arabica stark von Bodenbeschaffenheit und Höhenlage beeinflusst, weshalb viele Arabica-Kaffeebohnen so unterschiedliche Geschmacksnuancen bieten.

Robusta-Kaffeebohnen
Robusta verdankt ihren Namen ihrer Robustheit, die es ermöglicht, sie auch in schwierigeren Klimazonen anzubauen. Dies führt jedoch zu gemischten Ergebnissen, was die Qualität angeht.
Es gibt durchaus einige ausgezeichnete Kaffees der Robusta-Sorte, aber leider auch viele minderwertige Versionen. Da Robusta unter harten Bedingungen gedeiht, befinden sich einige Plantagen in schlecht gepflegten Gebieten oder in weniger idealen Lagen für den Kaffeeanbau. Das kann dazu führen, dass der Kaffee einen gummiartigen Geschmack entwickelt. Günstiger Kaffee ist oft Robusta, da er in großen Mengen angebaut und verkauft werden kann, auch in Gegenden, die weniger bekannt für Kaffeeanbau sind. Wenn ein Unternehmen einfach den günstigsten Lieferanten für Bohnen sucht, wird es oft Robusta-Kaffees finden.
Die Robustheit der Kaffeebohnen sorgt dafür, dass sie nur schwer Krankheiten aufnehmen. Zwar gibt es aufgrund dieser Eigenschaft auch billige und minderwertige Varianten, aber ein gut verarbeiteter Robusta, bei dem die Anbaumethoden und die Verarbeitung bekannt sind, kann einen köstlich schokoladigen Geschmack und ein reichhaltiges Aroma bieten
Liberica-Kaffeebohnen
Ein Spaziergang durch Ihren lokalen Supermarkt wird Ihnen fast garantiert keine Packung Liberica-Kaffee bringen. Diese Bohnen sind äußerst selten, doch das war nicht immer der Fall.
Im 20. Jahrhundert vernichtete der Kaffeerost einen Großteil des Arabica-Bestands weltweit. Die Liberica-Pflanze war die Lösung, da dieser Kaffeetyp weniger anfällig für Krankheiten war. Sie wurde fast ausschließlich auf den Philippinen angebaut, doch die USA stellten schließlich die Lieferungen ein.
In den 1990er Jahren retteten Naturschützer diese Kaffeepflanze, doch es blieben nur noch wenige Pflanzen übrig, weshalb sie nach wie vor relativ selten ist. Um Liberica-Kaffee in Ihrem lokalen Café zu finden, müssten Sie schon genau suchen.
Die Bohnen des Liberica-Kaffees sind unregelmäßig und unterschiedlich geformt, und obwohl das Aroma als außergewöhnlich fruchtig beschrieben wird, hat der Kaffee auch rauchige, erdige und holzige Noten. Während die meisten von uns wahrscheinlich nie die Gelegenheit haben werden, Liberica-Kaffee zu probieren, lässt sich sagen, dass er sich erheblich von den anderen verfügbaren Sorten unterscheidet.

Excelsa-Kaffeebohnen
Excelsa-Kaffee wurde einst als eigene Sorte betrachtet, wird heute jedoch als eine Variante von Liberica eingestuft. Die beiden unterscheiden sich erheblich, und Excelsa-Kaffee ist noch seltener. Schätzungen zufolge macht er etwa 5 % des weltweiten Kaffees aus, doch im westlichen Raum ist er noch seltener anzutreffen.
Die Liberica-Bäume wachsen bis zu 9 Metern hoch, die Bohnen sind unregelmäßig geformt, und die Bäume können in ähnlicher Höhe wie Liberica gedeihen, aber das sind wirklich die einzigen Gemeinsamkeiten.
Der Geschmack von Excelsa wird als dunkel und fruchtig beschrieben, mit einer säuerlichen Note, die den hinteren Gaumen beim Trinken beeinflusst. Es ist definitiv eine ungewöhnliche Kaffeesorte. Viele Menschen suchen nach Sorten, die in den Dalat Highlands in Vietnam angebaut und verarbeitet werden, und obwohl viele asiatische Kaffees dem Arabica-Typ entsprechen, gibt es in dieser Region mehr Vielfalt im Vergleich zu einigen Kaffees aus Südamerika und Afrika.
Fazit
Das Verständnis dieser vier Kaffeebohnensorten ist nur ein Teil des Puzzles, das den Geschmack ausmacht. Darüber hinaus spielen auch Höhe, Bodenbeschaffenheit, Röstung und Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Die Welt läuft im 21. Jahrhundert weitgehend auf Arabica-Kaffee, aber diejenigen, die auf Entdeckungsreise gehen, können sicherlich einige wirklich interessante, seltene Kaffeesorten finden, die ihnen aufregende neue Möglichkeiten im Geschmack bieten.



